newBERLIN, Alexanderplatz

Heute ist das erste Sim (sowas wie eine Parzelle in Second Life) der Second-Life-Version von Berlin online gegangen und ich war dort, denn ich hatte es ja nicht weit (das übrigens ist ein für Berliner sehr wichtiges Argument, jedenfalls ab einem gewissen Alter, da schätzen wir es, wenn wir zur Abendunterhaltung nicht mehrere Stadtteile durchqueren müssen. In Welten mit Teleport-Funktion vielleicht weniger ausschlaggebend). Was soll ich sagen: Es war nicht ganz Berlin, denn das ist ziemlich groß, aber immerhin der Alex samt Fernsehturm und Haus des Lehrers oder des Reisens oder welches es ist, ich kann mir das ums Verrecken nicht merken und Bahnhof und bekrakelten Mülleimern mit echtem Virtualmüll drin. Alles in allem sehr hübsch und nett anzusehen und wenn man dem Interview mit den Machern Glauben schenken darf (mach ich mal ganz unvoreingenommen, solange ich keines Besseren belehrt werde), auch ohne allzu aufdringliche Marketing-Hintergedanken (o Graus - ich warte nur auf das Berliner Schloss im Second Life, aber vielleicht bauen die newBERLIN-Macher ja auch ganz anachronistisch den Palast der Republik wieder auf, obwohl, ich glaube nicht). Außerdem war es lustig, Berlin bei Nacht anzugucken, während draußen erst die wunderbar warme Frühlingssonne unterging. Was das alles soll? Ach, was ist schon der Sinn des Lebens?