Lebenszeichen - Achtung: Selbstreflektion.

Das Schöne daran, wenn man zwar ein Blog, aber nicht allzu viele Leser hat, ist, dass es kaum einer merkt, wenn man mal nicht bloggt. Das ist keine Koketterie, das ist die Wahrheit. Und gut so, um es in den Worten des unsterblichen (oder zumindest bisher noch ungestorbenen) Klaus Wowereit zu sagen. Oder auch, in den Worten der ebenfalls unsterblichen, wenn auch tatsächlich nicht mehr lebenden Janis Joplin: Freedom is just another word for nothing left to lose. Man kann also auch einfach wieder anfangen.

Was mich vom Bloggen abgehalten hat:

Ich hab in der letzten Zeit viel (naja, öfter mal) darüber nachgedacht, warum dieses Blog eigentlich kein klares Thema hat und ob das nicht besser wäre oder ob ich persönlicher schreiben sollte oder doch lieber professioneller. Ich bin zu keinem eindeutigen Schluss gekommen, was an sich wohl schon ein eindeutiger Schluss ist.
Das allerdings hat mich nicht so richtig abgehalten.
Auch nicht die viele Arbeit, obwohl ich tatsächlich gearbeitet habe (siehe z.B. hier und hier).
Was mich wirklich abgehalten hat, war Dr. House. Für Dr. House habe ich mein Rechnungswesen vernachlässigt und mich in Online-Foren schmähen lassen. In drei Wochen habe ich drei Staffeln gesehen, in denen sich erstaunlich viele Bedeutungsebenen der Serie erschlossen haben. Am liebsten würde ich jetzt über Dr. House promovieren, aber erstens würde ich dann verhungern und zweitens kommt in nur 10 Tagen die vierte Staffel raus. Dann hab ich keine Zeit.

Texte von Textferry.de

Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass 3 Wochen Dr.-House-Sucht nicht 4 Monate Blogschweigen erklären. Tja: Everybody lies.