Der lange Schwanz hat für mich gewedelt

Das Long Tail-Phänomen ist ja das, was eintritt, wenn Angebot und Nachfrage von Produkten, die jenseits des Massengeschmacks oder -bedarfs liegen, aufeinandertreffen. Beziehungsweise, um es verständlicher auszudrücken: Wenn ein Anbieter in Rancho Cucamonga, Kalifornien, ein Produkt hat, das eine Kundin in Kreuzberg, Berlin, gerne hätte. Und wenn der Anbieter, wie in meinem Fall, dann auch noch so einen exzellenten Kundendienst hat, dass er extra für diese Kundin (und alle nun eventuell folgenden) sein Bestellformular so umbaut, dass es nun auch Bestellungen ins Ausland zulässt. Dann hat der lange Schwanz (no pun intended) freundlich gewedelt. So viel Service findet man selten, im Gegensatz zu der Handtasche, um die es nämlich ging:

Texte von Textferry.de

Die gibt es auch bei macys.com (direkt oder über amazon.com), nur liefert macy’s eben nicht ins Ausland und lässt Interessenten aus dem Ausland noch nicht mal Fragen stellen, denn um eine Frage zu stellen, muss man sich dort mit US-Adresse anmelden. Viel lieber habe ich mich da an den sehr freundlichen Gary von wholesale-to-u.com gewendet, der meine Adresse nur haben wollte, um mir die Tasche zu schicken, die heute - yippiiee! - wohlbehalten angekommen ist. Günstiger als bei macy’s war sie übrigens auch. Und was lernen wir daraus: Beim Long Tail geht es nicht nur darum, dass Nischenangebote auf Nischennachfrage stoßen, sondern auch um die Bereitschaft, die Nachfrage - egal. woher sie kommt - mit dem vorhandenen Angebot zu befriedigen. Nischenkundenservice sozusagen.