Mein persönliches Buchmesse-Highlight

Mit das Beste an der diesjährigen Leipziger Buchmesse war für mich die Tatsache, dass ich es fast auf die Minute genau zur Lesung „meines“ Autors Kevin McAleer geschafft habe, der aus seinem Roman Surferboy (übersetzt von – na?! – von mir) las. Kevin hatte sich für die Lesung ein Kapitel ausgesucht, in dem unter anderem eine bekokste, nackte Stewardess im Mittelpunkt stand. Dementsprechend irritiert war er von den blutjungen, ziemlich unschuldigen Mädchen, die in der ersten Reihe saßen und sich eifrigst Notizen machten. Es ging wohl um irgendein Schulprojekt. Da ja an so einem Buchmessetag so viele Lesungen stattfinden müssen, wie nur irgends geht, blieb leider keine Zeit für weitere Fragen und Antworten, denn der nächste Autor wartete schon mit Buch unterm Arm auf seinen Einsatz. So konnte keinerlei Einfluss mehr auf das Bild genommen werden, das man an einer gewissen Leipziger Schule jetzt von der amerikanischen Gegenwartsliteratur hat.