“Anglizistische Albernheit”? Es geht auch noch schlimmer!

Wenn es der deutschen Sprache schlecht ergeht, wähnen viele Sprachreinemachemänner und-frauen den Feind über dem Ärmelkanal oder vielmehr dem Atlantik. Im Englischen ist der Genitiv-Apostroph, der Susi’s Nagelstudio und Heiko’s Tattoos zu sprachlichen Problemfällen macht, richtig und erforderlich. Im Deutschen weniger. Aber erstens glaube ich nicht, dass Susis und Heikos Apostrophverwirrungen daher rühren, dass sie zuviel englischer Lektüre ausgesetzt waren und zweitens wir sind nicht die Einzigen, die mit Deppenapostrophen zu kämpfen haben. Auch in Amerika treibt der kleine Haken lustige Blüten, zum Beispiel wenn er fehlt:
Texte von Textferry.de
Gesehen im Blog von Seth Godin.

Und noch eine kleine Apostoph-relevante Sprachlektion: Falls der Genitiv sich auf zwei Personen / Subjekte bezieht, wird nur einmal der Apostroph mit angehängtem “s” gesetzt.
Beispiel:
Falsch: I met him at Bob’s and Bill’s party.
Richtig: I met him at Bob and Bill’s party.