Nächste Woche fliege ich nach Chicago, wo Barack Obama soeben gewählt hat. Ich durfte ihm auf CNN zugucken und habe dabei gleich ein schönes neues Wort gelernt: bellwether.
Laut Merriam Webster Online (sorry, hab gerade kein OED zur Hand) ist ein bellwether ein Leithammel oder -schaf. Der Begriff kommt aus dem Mittelenglischen, tauchte wohl zum ersten Mal im 13. Jahrhundert auf und setzt sich aus den Wörtern bell/belle (Glocke) und wether (Bock, vgl. Widder) zusammen. Der Leithammel einer Herde trug früher oft eine Glocke.

Bei den Wahlen bezeichnet man als bellwether states die Staaten, in denen die meisten dazu tendieren, für den voraussichtlichen Gewinner zu stimmen. Dazu müssen sie natürlich ein bisschen warten, damit sie sehen, wohin die Herde so zieht.
P.S.: Dieser Eintrag ist Tina gewidmet, auf deren Deluxe-Blog es noch viel mehr interessante Wörter (und anderes) zu entdecken gibt.
Julia Ritter in
• Alltag
• Kultur am 04. November 2008
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Oh, vielen Dank für die Widmung, du hast meinen kleinen Sprachschatz soeben auch um ein wertvolles Teilchen bereichert! Als ich den Betreff sah, bin ich natürlich geradewegs hereinspaziert. :-)
Übrigens hab ich mich gefreut, der unlängst auch von dir gelernten “lame duck” in einer Bush-Rede zu begegnen. Übrigens die einzige, die mir “gefällt”. ;-)
http://www.youtube.com/watch?v=Dii3mzMQ3SQ
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