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The Real Deal

Über die deutsche Vanity Fair wurde ja schon viel geschrieben, die meisten haben sie gedisst, und es gibt tausend Gründe, warum sie ist, wie sie ist. Aber als hätten die Leute bei Condé Nast, Graydon Carter oder die Mächte, die da sonst walten, Mitleid gefasst, steckte heute die Annual Hollywood Issue im Briefkasten, mit “316 pages of glamour, gowns, and gams”, “killer blondes, private eyes, and lost angels”, und dem 33-seitigen film noir-Foto"film” Killers Kill, Dead Men Die, in dem alles auftaucht, was so Rang und Namen hat. Die Fotostrecke im Heft ist übrigens besser als der Film. Und das Ganze zeigt überdeutlich, dass die deutsche Vanity Fair sich zum Original ungefähr so verhält, wie die Maxi zur Vogue.

Das Beste aber an der echten Vanity Fair sind die leichte Selbstironie und der Witz, die überall mitschwingen. Sowas funktioniert nur, wenn man souverän ist. Wer weiß, vielleicht schaffen die deutschen VFler das auch. Mein Rat allerdings: Don’t hold your breath.

Julia Ritter in • KulturMedien am 24. Februar 2007
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