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McDonald’s in der Wrangelstraße

Nun hat also McDonald’s, einer der wenigen Läden in Deutschland, dessen apostrophierter Name nicht von Deppentum, sondern von seiner tatsächlichen anglophonen Herkunft zeugt, in Kreuzberg ein Filiale eröffnet und es ist, soweit ich weiß, bisher rein gar nichts Schlimmes passiert. Das kann sich natürlich bald ändern, wenn in der gegenüberliegenden Berufsschule die Böden unter der Last der vielen supersized Berufsschüler einbrechen, aber ich glaube nicht - das Gebäude wirkt sehr solide und die meisten Berufsschüler eher sportlich.

Im Gegenteil hat das neue McDonald’s-Restaurant (oder ist es ein McCafé? Oder beides? McDonald’s hat das mit der Namensgebung übrigens echt schon seit Jahrzehnten raus, lange vor Apple mit dem dämlichen und dazu noch häufig kopierten “i” - aber das ist ein anderes Thema), also “der McDonald’s” jedenfalls hat bereits kulturelle Spuren hinterlassen, und das sogar schon ein paar Tage vor der Eröffnung:

Texte von Textferry.de

Ich finde, das Bild (also das Gemälde, man muss etwas genauer hingucken) hat was Hoppereskes, nur dass keine einsamen Leute drauf sind. Ist das nun Kulturimperialismus - amerikanische Fast Food-Kultur inspiriert zu amerikanischem Realismus?

Julia Ritter in • AlltagBerlinKultur am 16. September 2007
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