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Neues altes Lesematerial im Blog

Die einen machen Buchmesse, die anderen schmeißen recycelte Prosa ins Blog: Unter “Geschichten” gibt es jetzt ein paar alte Beiträge aus einem ebenfalls alten und komplett brachliegenden Blog, das ich demnächst (wenn ich rausgefunden hab, wie das geht) löschen werde. Eigentlich ist es nur eine lange, semiautobiografische Geschichte in mehreren Teilen:

Über die Dörfer
Von Norden nach Osten
Großstadtrauschen
Hundstage

Da geht es um Heimat und Sehnsucht, Hunde und Italiener, Hass und andere Gefühle.


Julia Ritter in • AlltagGeschichten am 17. Oktober 2008
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Als ich mit Paris Hilton auf der Verkehrsinsel saß

Vor ein paar Nächten saß ich an einer dieser Bank-Tisch-Kombinationen, wie man sie oft an Autobahn-Rastplätzen vorfindet. Das Rastplatzmöbel stand auf einer Verkehrsinsel, und um die Verkehrsinsel herum plätscherte der spätnächtliche Verkehr. Neben mir saß jemand, an den ich mich nicht mehr erinnere und gegenüber Paris Hilton. Sie redete sehr engagiert auf mich ein und versuchte mich davon zu überzeugen, dass wir unbedingt zum McDonald’s am Kaiserdamm fahren müssen, weil da nämlich die allercoolsten Parties abgehen. Paris: “Ich fahr da immer hin, das ist super, nur zwei Stationen mit der U-Bahn!”

Ich überlegte noch, an welcher U-Bahn-Linie Paris Hilton dann wohnt und ob sie wohl ständig angequatscht wird, wenn sie so mit der BVG durch die Gegend gondelt, oder ob die Berliner doch so desinteressiert an jeglicher Prominenz sind, dass sie auch die Queen des für-eigentlich-Nichts-Berühmtseins ignorieren (schließlich schien sie in Westberlin zu wohnen und nicht in Prenzlberg), da verwandelte sich Paris in ein kleines, zart blassrosa Kaninchen und versteckte sich hinter einem Grasbüschel.

Wir sind dann nicht zu McDonald’s am Kaiserdamm gefahren. Da gibt es auch gar keinen.

Vorher:

Texte von Textferry.de

Anmerkung: Nein, dies hier mutiert jetzt nicht zum rein fiktionalen Blog. Ich scheine allerdings vor lauter Arbeit kaum noch was Spannendes zu erleben, daher verlagert sich mein Wunsch nach Glamour ins Traumleben. Und das auch noch mit Traffic-treibenden Protagonisten. Der Traum ist eine Wunscherfüllung?

Nachher:

Texte von Textferry.de
Foto: istockphoto


Julia Ritter in • AlltagBerlinGeschichtenKultur am 13. Mai 2008
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Hundstage (Stadt Land Fluss 4)

Manchmal fahre ich aufs Land und besuche meine Familie. Das ist meistens sehr nett. Meine Eltern waren während meiner Kindheit und Jugend eher konservativ in ihrem Erziehungsstil. Nun, da ihre leiblichen Kinder ausgezogen sind, haben sie ihre Liebe zur antiautoritären Pädagogik entdeckt, die sie allerdings weniger an ihren Enkeln ausleben als vielmehr an ihren diversen Hunden.

Ich glaube nicht, dass Hunde mit enthierarchisierten Führungsstrukturen viel anfangen können. Die Hunde meiner Eltern machen jedenfalls nicht den Eindruck. Orientierungslos und nach Anleitung heischend zernagen sie jahrhundertealte Türgriffe und Stuhlbeine, pinkeln auf Sofakissen und benehmen sich ganz allgemein daneben. Natürlich beißen sie auch die Kinder und Kindeskinder meiner Eltern – dieses von uns sehr unwillkommene Verhalten wird dann umgehend damit entschuldigt, dass die armen Hunde sich zurückgesetzt fühlen und überhaupt wir (die menschlichen Nachkommen) sicher irgendetwas falsch gemacht hätten. Ich bin immer wieder erstaunt, zu welchem Einfühlungsvermögen meine Eltern plötzlich fähig sind. Sie wissen, dass die Hunde leiden, wenn sie nicht wie gewohnt an den familiären Mahlzeiten teilnehmen dürfen, und so liegen sie – die Hunde – denn auf und unter unseren Füßen, springen zwischendurch auf, um ohne jeden erkennbaren Anlass zu bellen und schwängern vor allem die Luft mit den Nebenprodukten ihrer sensiblen Verdauung. Letzteres der Hauptgrund, weshalb wir immer wieder versuchen, sie unauffällig nach draußen zu befördern. “Unauffällig” ist in diesem Zusammenhang leider keine Option.

Meine Eltern sind außerdem der festen Überzeugung, die Hunde müssten jeden Morgen spätestens um sechs Uhr in den Garten, um sich zu erleichtern. Als ich jedoch einmal Haus und Tiere hütete, weil meine Eltern verreist waren, wachte ich gegen zehn auf, neben bzw. auf mir zwei sehr verschlafene und ob meiner plötzlichen Unruhe nahezu empörte Hunde. Ich glaube, sie machen den morgendlichen Zampano nur ihren rechtmäßigen Besitzern zuliebe und waren froh, endlich mal ausschlafen zu können.

Meine Eltern sind immer sehr beglückt, wenn ich sie besuche. Ich auch. Ich werde verwöhnt, wie es sich gehört, gehe am Fluss spazieren (ohne Hunde ein beschauliches, entspannendes Erlebnis), genieße es, mal wieder den Horizont zu sehen, freue mich, morgens nichts als Vogelgezwitscher zu hören und kriege nach drei Tagen einen Rappel. Dann fahre ich zurück nach Berlin und denke: Endlich zuhause.


Julia Ritter in • BerlinGeschichten am 01. März 2008
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Großstadtrauschen (Stadt Land Fluss 3)

Inzwischen lebe ich viele Jahre in Kreuzberg. Das ist nett, weil ich nun die Anonymität der Großstadt und die dörfliche Gemeinschaft habe. Und es ist lustig, wie die Kreuzberger immer wieder nachwachsen (oder –ziehen). Es gibt immer mal wieder neue Altrocker, neue Punks, neue bewusste, lebensbejahende Gutmenschen und neue Freaks. Und alle anderen.

Unter mir zum Beispiel hat ein lustiger Italiener sein Restaurant, der extrem gut kochen kann und extrem wenig Rücksicht auf seine Nachbarn nimmt. Gegen 23:44 findet er oft, dass ein Restaurant zwar ganz schön ist, ein Club zu so später Stunde aber auch eine feine Sache, und dreht die Musik auf. Sein Musikgeschmack ist zum Glück über fast jede Kritik erhaben, aber nicht jeder Song hört sich auch durch die Wand noch gut an. Wenn man nur die Bässe hört, die dafür auch durch Ohropax, ist das nicht schön. Wenn man jedes Wort vom Text versteht aber auch nicht. Aus Gründen, die mir selbst nicht ganz einleuchten, bin ich trotzdem selten sauer auf den Italiener und seine ebenfalls italienische Crew – an ihrer Nationalität liegt es nicht, da habe ich keine besonderen Vorlieben, höchstens vielleicht, wenn es nette Iren wären oder eventuell Isländer – fängt auch beides mit “I” an.
Dafür verspüre ich manchmal reinen, blanken Hass auf die Gäste. Vor allem, wenn sie in lauen Sommernächten draußen in ihre Geburtstage reinfeiern und jede, aber auch jede Nacht, die der Herr werden ließ, “Happy Birthday” singen. Ich finde, es sollte jemand einen neuen Geburtstagssong komponieren und damit auf mindestens fünf Generationen schweinereich werden, so wie Hugh Grants Vater bei “About a Boy”. Ich verstehe überhaupt nicht, warum Happy Birthday so unangefochten seit Jahrzehnten auf Platz Eins der Geburtstags-Charts festsitzt. Vielleicht liegt es an Marilyn Monroe, jedenfalls ist es ist die Bibel unter den Geburtstags-Songs.

So sind meine Nächte akustisch eingerahmt vom Sound des Großstadt-Kiezes, denn morgens ab 6 kommt der Aldi-Laster. Der Laster an sich ist nicht laut, weil er, im Gegensatz zum zwei Stunden später eintreffenden Kühllaster, den Motor nicht laufen lässt. Aber die Aldi-Ware wird auf ungefederten und nicht gummibereiften Palettenwagen über ein kleines, aber ausschlaggebendes Stück Kopfsteinpflaster gerollt. Und das ist laut. Zu bestimmten Jahreszeiten rotten sich ab 5:30 außerdem mittlere Kleingruppen von nicht deutschsprachigen Männern zusammen, die nach ca. halbstündiger Unterhaltung mit einem Pritschenwagen abdüsen. Ein-Euro-Jobber? Albanische Schwarzarbeiter auf dem Weg nach Polen? Ich weiß es nicht, ich verstehe sie nicht, obwohl, akustisch ja schon.

Wird jemals wieder Ruhe einkehren? Vielleicht an den Hundstagen?


Julia Ritter in • BerlinGeschichten am 01. März 2008
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Von Norden nach Osten (Stadt Land Fluss 2)

Als ich in die 12. Klasse kam, machten wir eine “Studienfahrt” nach Berlin und in die DDR. Die Studienfahrten wurden Leistungskurs-abhängig zugewiesen, und der LK Gemeinschaftskunde war geschlossen erbost, fuhren doch der Englisch-LK nach London und der Französisch-LK nach Paris. Was die Naturwissenschaftler gemacht haben, weiß ich nicht mehr. Mein zweiter Leistungskurs war Englisch, aber aus irgendwelchen Gründen musste ich trotzdem in die damals noch vollkommen unglamouröse DDR fahren. Ich konnte mich noch an die Tampons erinnern, die meine Schwester als lustiges Anschauungsmaterial von einer Schwimmvereinsreise aus Polen mitgebracht hatte. Diese polnischen Tampons und die Tatsache, dass mein Vater auf jede seiner relativ häufigen DDR-Reisen Klopapier mitnahm, weil er sich mit dem DDR-Klopapier höchstens die Nägel feilen würde, ließen nichts Gutes hoffen. Zumindest nicht, was die Intimhygienebedingungen im Osten anging. So war das damals mit den Vorurteilen im Westen.

Trotz der bösen Vorahnungen war unsere Studienfahrt sehr viel lustiger, als die blöden Metropolenreisen der anderen. Ich kann mich an keinerlei Zellstoffprodukte erinnern, aber wir hatten einen netten Abend mit der ortsansässigen FDJ-Führung (hieß das Führung? Wahrscheinlich nicht. Es hieß ja auch Stadtbilderklärer und nicht -führer). Und ich hatte endlich den Ort gefunden, an dem ich mich nicht fehl am Platze fühlte: Berlin. In Berlin kann und konnte man schon damals kaum auffallen. Ich liebte diese Anonymität der Großstadt. Ich liebe sie noch heute. Sobald ich Abi gemacht und das obligatorische Jahr in den USA als ausgebeutetes Au Pair verbracht hatte – in meinem Falle in New Orleans, einer Stadt, zu der ich eine ausgeprägte Hassliebe entwickelte – zog ich nach Berlin. Und nach einigen Irrungen und Wirrungen zwischen Schlachtensee und Moabit dann nach Kreuzberg. Die erste Kreuzberger Wohnung, die ich besichtigte – zu schlimmsten Wohnungsnotzeiten – wurde unter der Bedingung angeboten, dass man sich selbst um die Entrümpelung zu kümmern habe. Entrümpelung klingt nach altem Gerümpel. In der Wohnung gab es aber nicht das, was man sich so unter altem Gerümpel vorstellt. Sie sah aus, als sei der Mieter mal eben Brötchen holen gegangen. Soll heißen: Sie war komplett eingerichtet und wirkte, nun ja, sehr bewohnt. So als könne der Bewohner jederzeit zur Tür hereinkommen. Ich fand das etwas unheimlich und sehr faszinierend, und bis heute frage ich mich, was aus dem Mieter dieser Wohnung – die inzwischen übrigens Toplage-Status haben dürfte – geworden ist. Ob er wohl jemals wieder gekommen ist und was sein Nachmieter dann gemacht hat. Ich wurde nicht seine Nachmieterin; warum, weiß ich nicht. War aber vielleicht besser so; ich wäre mit dem Spätheimkehrer-Vormieter sicher überfordert gewesen. Und hätte mich nicht getraut, seinen ganzen Kram loszuschlagen. Mit seiner Vergangenheit und meiner hoffnungsvollen Gegenwart wäre es in der Wohnung einfach zu voll geworden.

Und was ist mit der Zukunft? Die bringt Großstadtrauschen!


Julia Ritter in • BerlinGeschichten am 01. Februar 2008
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Über die Dörfer (Stadt Land Fluss 1)

Ich bin auf dem Land aufgewachsen. Land. Plattes Land. Nicht Städtchen, nicht Dorf, einfach Land. Ein Fluss, ein Deich, ein paar Höfe daran entlang wie an der sparsam aufgefädelten Perlenschnur. Vielleicht auch eher ein langes Stück Band mit ein paar Knoten als eine Perlenschnur. Den Nachbarhof konnte man sehen, aber nur im Winter, wenn kein Laub an den Bäumen war und nicht bei Nebel. Ansonsten konnte man allerdings sehr weit gucken. Zu Sylvester erfreuten wir uns an den Elbschiffern, die ihre alte Leuchtmunition verfeuerten. Die Elbe ist ca. 40 Kilometer weit weg.

Bei uns zuhause stand auf der Kommode in der Halle eine Sammelbüchse in Bootsform für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Genau so eine haben meine Schwester und ich neulich in der Ankerklause auf der Kottbusser Brücke entdeckt. Naja, sie steht da mitten auf dem Tresen, keine große Entdeckung also, aber wir hatten Tränen der Rührung in den Augen. Durch die hindurch blinzelnd wir dann allerdings feststellen mussten, dass das Ankerklausen-Boot gar keine echte Sammelbüchse war. Ich weiß auch nicht, wer in unser Sammelboot zuhause jemals was rein getan hat. Außer mir. Aber meine Beiträge werden den Schiffbrüchigen nicht viel Freude gemacht haben; im Laufe der Jahre dürften es ungefähr sieben Mark fünfundzwanzig in Pfennigen und Groschen gewesen sein. Da das Ding aber irgendwann ziemlich schwer war, nehme ich an, dass auch mein Vater sich so seines Kleingelds entledigt hat. Und manchmal kam ja auch Besuch. Nicht soviel wie in die Ankerklause, das wohl kaum. Aber dafür hat der typische Ankerklausenbesucher auch völlig anderes im Sinn als die Rettung Schiffbrüchiger. Es sei denn, man meint das im übertragenen Sinne.

Jedenfalls habe ich meine letzten Jahre auf dem Dorf nicht mehr ungetrübt genossen. Ja, es ist schön, an einem Fluss zu wohnen – es vermittelt einem eine recht entspannte Sicht der Dinge und ein tief verankertes Vertrauen, dass alles immer irgendwie weitergeht. Vor allem, wenn man so nah an der Küste wohnt, dass der Fluss Gezeiten hat. Das bedeutet: Er hat Hoch- und Niedrigwasser und er fließt hin und her. Von wegen, man kann im selben Fluss nur einmal baden. Das Sprichwort der Wahl bei uns war eher: Man sieht sich immer zweimal. Also ja, Fluss ist schön. Bäume sind schön, allerdings war der Bestand nach dem legendären Ulmensterben etwas dezimiert. Viehweiden sind nett (Bullenweiden außerdem Spannung verheißend, aber davon gab es nur sehr wenige). Schafe auf dem Deich sind nett. Viele Hamburger dachten, es handele sich bei dem Deich um einen Bahndamm. Eigentlich haben die ganz schön was verpasst, weil der Fluss und der Blick darüber so ziemlich das Beste an der ganzen Gegend waren. Soweit ich weiß, hat sie keiner jemals auf ihren Irrtum hingewiesen. Komisch auch, dass die Hamburger den Deich nicht als Deich erkannt haben, immerhin haben sie ja Deiche in unmittelbarer Nähe. Aber die in Finkenwerder sind viel größer und sehen irgendwie gerader aus, daher wohl die Verwechslung.

Trotzdem: Fluss und Deich und Kühe und Schafe reißen es doch nicht, wenn man langsam, aber letztlich doch unaufhaltsam die Pubertät durchschreitet. Zum nächsten Kino musste man 40 Minuten fahren. Dann gab es allerdings eins “mit Verzehr”, in dem hinten sogar geraucht werden durfte (kann ich trotzdem bis heute nicht, rauchen, das bringt mich in freundlichen Kifferrunden oft in Erklärungsnot ... ehrlich gesagt, interessiert es die Kiffer wahrscheinlich gar nicht, aber ich fühle mich unzulänglich und möchte meine Ablehnung wenigstens begründen).

Tanzen gehen war ein düsteres Kapitel. Es gab die obligatorischen Großraum-Diskos, das fing damals an, mit Lasershow und allen möglichen Zusatz-Bespaßungen. Keine ernsthaft zu erwägende Option. Und es gab zwei Läden, die manchmal lustig waren und meistens deprimierend. Und vor allem total weit voneinander entfernt, so dass man nicht mal eben in den nächsten gehen konnte, wenn man sich zuerst für den falschen entschieden hatte. Und vielleicht war der zweite ja noch schlimmer, und dann war man von A nach B gefahren, für nichts und wieder nichts. Abgesehen davon brauchte man einen Fahrer, der durfte nichts trinken. Meine Schwester ist einmal in einer fröhlichen Fahrgemeinschaft von der Disko nach Hause gefahren und alle waren sehr stolz auf den Fahrer, der aber auch nicht ein einziges Bier getrunken hatte. Wie es der Zufall wollte, wurden sie von der Polizei angehalten. Als der Polizist – wohlgemerkt, einer der beiden Polizisten des Landkreises – seinen Kopf gen Wagenfenster neigte, schallte es ihm fünfstimmig und reichlich alkoholgeschwängert entgegen: “Pusten! Pusten! Pusten!” Der Polizist zeigte sich relativ unbeeindruckt und schnarrte lediglich: “Fünf Leute nicht angeschnallt, macht 200 Mark”. So kann man auch Stimmung töten.

Was wird als Nächstes passieren? Weiter geht’s in Teil 2: Von Norden nach Osten


Julia Ritter in • BerlinGeschichten am 01. Januar 2007
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