impressum       textferry.de

Winter in Brandenburg

Texte von Textferry.de

Texte von Textferry.de

Texte von Textferry.de


Julia Ritter in • AlltagBerlin am 11. Januar 2009
Permalink

Druckversion









Wenn die Mad Men Besuch aus der Zukunft kriegen ...

... dürfte das ungefähr so aussehen (ausgesehen haben? Wir wären ja in diesem Fall die Zukunft und die die Vergangenheit? Welchen zeitlichen Standpunkt nimmt man hier ein? Egal, einfach irgendeinen).

Texte von Textferry.de

Es wurde ja als wahnsinnig grandiose Idee betrachtet, dass jemand sich auf Twitter als Don Draper ausgegeben hat (was dann der Sender AMC unterbinden wollte und dann doch nicht getan hat, etc.) und als ebensolcher getwittert hat. Mittlerweile twittern mehrere Mad Men Charaktere. Ich finde, das ist einerseits natürlich ganz witzig und vermutlich publikumswirksam, andererseits aber auch total unpassend, weil der Reiz von Mad Men eben gerade darin liegt, dass es so eine vollkommen andere Welt ist - eine Welt, in der Männer alles dürfen, man vor fast nichts Angst hat und eine elektrische Schreibmaschine als “overwhelming technology” durchgeht. Twittern passt so gar nicht dazu.

Fundort: Das extrem witzige Blog Where’s My Jetpack - da gibt es noch mehr vom Future Man. Via American Copywriter


Julia Ritter in • AlltagKulturMedien am 07. Januar 2009
Permalink

Druckversion









Back to the same old place

Heute hab ich gelesen, dass es in New York “Sex and the City”-Bustouren gibt, bei denen man sämtliche Cafés, Schuhläden und sonstigen Orte abklappert, die in irgendeiner Folge der Serie eine Rolle gespielt haben.

In Chicago gibt es das nicht. Also natürlich sowieso nicht für Sex and the City, aber auch sonst nicht, obwohl hier Serien wie Friends, Chicago Hope, Married with Children (die mit Al Bundy) und ER spielen - zugegebenermaßen hätten die entsprechenden Bustouren außer Wohnzimmern und Krankenhäusern nicht viel zu bieten. In Chicago kann man wahrscheinlich Al-Capone-Touren machen, die nicht minder bescheuert sind, aber sich zumindest auf tatsächliche historische Begebenheiten beziehen.

Überhaupt wirkt Chicago in so vielem sehr viel bodenständiger als New York. Die meisten Europäer stehen ja total auf New York. Ich mag Chicago lieber. Allein schon wegen der extrem guten Luft - mit einem See vor der Haustür und einer ununterbrochen mittelsteifen Brise muss man sich um Gestank keine großen Sorgen machen. Und es gibt Platz für grandiose Panoramen, trotz der vielen Wolkenkratzer (der erste der Welt wurde hier gebaut) wirkt es nie eng oder zu voll.

Chicago Brückenpanorama
Da ist Harrison Ford drüber gesprungen. Oder über die andere. Oder es war der Stuntman.

Chicago-Kugel
Das einzige mir bekannte wirklich coole riesengroße Stadtbildverschönderungskunstwerk der Welt

Chicago Marina Tower
Marina Towers (also einer davon) - Heimstatt für Boote, Autos und ja, auch Menschen


Julia Ritter in • AlltagKultur am 15. Dezember 2008
Permalink

Druckversion









Words of Wisdom

Texte von Textferry.de

“The trouble with the rat race is that even if you win, you’re still a rat.”

Lily Tomlin (witzig und weise, wenn auch mit nerviger Musik auf ihrer Website)


Julia Ritter in • AlltagArbeitKultur am 06. November 2008
Permalink

Druckversion









Wieder ein neues Wort gelernt: bellwether

Nächste Woche fliege ich nach Chicago, wo Barack Obama soeben gewählt hat. Ich durfte ihm auf CNN zugucken und habe dabei gleich ein schönes neues Wort gelernt: bellwether.

Laut Merriam Webster Online (sorry, hab gerade kein OED zur Hand) ist ein bellwether ein Leithammel oder -schaf. Der Begriff kommt aus dem Mittelenglischen, tauchte wohl zum ersten Mal im 13. Jahrhundert auf und setzt sich aus den Wörtern bell/belle (Glocke) und wether (Bock, vgl. Widder) zusammen. Der Leithammel einer Herde trug früher oft eine Glocke.

Texte von Textferry.de

Bei den Wahlen bezeichnet man als bellwether states die Staaten, in denen die meisten dazu tendieren, für den voraussichtlichen Gewinner zu stimmen. Dazu müssen sie natürlich ein bisschen warten, damit sie sehen, wohin die Herde so zieht.

P.S.: Dieser Eintrag ist Tina gewidmet, auf deren Deluxe-Blog es noch viel mehr interessante Wörter (und anderes) zu entdecken gibt.


Julia Ritter in • AlltagKultur am 04. November 2008
Permalink

Druckversion









Energiesparen mit dem Energuy

Nordamerika scheint ein Hort des behördlich initiierten Online-Edutainments zu sein: Vor kurzem berichtete ich hier noch über das Bad Credit Hotel des US-Finanzministeriums, heute geht es nun weiter mit dem Energuy, einem ziemlich witzigen Spiel der Agence de l’efficacité énergétique von Quebec.

Texte von Textferry.de

Spaßiger als das eigentliche Ziel des Spiels (möglichst viele Möglichkeiten zum Energiesparen finden) ist der Energuy selbst, den man beherzt am Arm packen und durch sein Haus schleifen darf. Dabei kann er auch hinfallen, was er nicht prima findet.

Warum gibt es eigentlich in Deutschland nicht so schöne regierungsgesponsorte Websites? Hat man hier Angst, als Bundes- oder sonstige Behörde unseriös zu wirken? Gibt es nicht genug Webuser, so dass sich der Aufwand nicht lohnt? Hatte bisher nur keine Agentur die Idee, sowas mal vorzuschlagen? Fehlt das Geld (was sollen die Amis da sagen)?

Fundort: Adverblog


Julia Ritter in • AlltagKonsumMedienWerbung am 03. November 2008
Permalink

Druckversion









Spaß mit Amazon

auf die humorigen Kundenrezensionen bei amazon.uk habe ich ja schon letztes Jahr hingewiesen. Nun aber begeistert das Unternehmen mich mit dem Hinweis: “Versand verlassen hat Verkäufer Einrichtung und ist auf der Durchreise”. Was soviel heißt wie: Das Buch, das ich bei Amazon bestellt habe, wurde losgeschickt und kommt irgendwann an. Hoffentlich. Die sehr viel poetischere und eines Yoda würdige Formulierung von Amazon lässt Fragen offen. Vor allem das mit der Durchreise. Wird mein Buch vielleicht nur kurze Zeit bei mir verweilen? Und wird diese Zeit reichen, es durchzulesen? Immerhin ist es sehr dick, eine brandneue Variation der great American novel.

Texte von Textferry.de
Auf der Durchreise zu mir: The Story of Edgar Sawtelle

Aber Reisende soll man nicht aufhalten, und das gilt für Durchreisende bestimmt umso mehr. Nichts ist für immer. Eines Tages heißt es Abschied nehmen, Versand verlassen muss Leserin Wohnung und weiter gehen auf die Durchreise.

Update: Yoda has left the building. Seit heute heißt es bei Amazon wieder ganz prosaisch: “Lieferung hat das Versandzentrum verlassen und ist unterwegs.” In meinem Fall ist sie sogar schon zugestellt.


Julia Ritter in • AlltagKonsumKultur am 23. Oktober 2008
Permalink

Druckversion









Neues altes Lesematerial im Blog

Die einen machen Buchmesse, die anderen schmeißen recycelte Prosa ins Blog: Unter “Geschichten” gibt es jetzt ein paar alte Beiträge aus einem ebenfalls alten und komplett brachliegenden Blog, das ich demnächst (wenn ich rausgefunden hab, wie das geht) löschen werde. Eigentlich ist es nur eine lange, semiautobiografische Geschichte in mehreren Teilen:

Über die Dörfer
Von Norden nach Osten
Großstadtrauschen
Hundstage

Da geht es um Heimat und Sehnsucht, Hunde und Italiener, Hass und andere Gefühle.


Julia Ritter in • AlltagGeschichten am 17. Oktober 2008
Permalink

Druckversion









Wordclouds für alle

Bei Wordle kann man eine beliebige Webseite mit RSS- oder Atom-Feed eingeben und sich die dazugehörige Wortwolke anzeigen lassen. Diese ist editierbar; sehr spaßig auch der Zufallsgenerator, denn selbst wenn das Ergebnis nicht unbedingt revolutionär aussieht, ist es doch hübsch. Wer viel Zeit hat, kann vermutlich erstaunliche Dinge damit anstellen. Meine sieht so aus:

Texte von Textferry.de

Keine große Überraschung ist, dass ich hier viele Füllwörter verwende und außerdem gerne über Kreativität schreibe (“Those who can, do. Those who can’t, blog about it.”). Aber was ist mit “Männer” und “Frauen”?!

Sehr mysteriös.

Fundort: American Copywriter


Julia Ritter in • Alltag am 16. Oktober 2008
Permalink

Druckversion









Lebenszeichen - Achtung: Selbstreflektion.

Das Schöne daran, wenn man zwar ein Blog, aber nicht allzu viele Leser hat, ist, dass es kaum einer merkt, wenn man mal nicht bloggt. Das ist keine Koketterie, das ist die Wahrheit. Und gut so, um es in den Worten des unsterblichen (oder zumindest bisher noch ungestorbenen) Klaus Wowereit zu sagen. Oder auch, in den Worten der ebenfalls unsterblichen, wenn auch tatsächlich nicht mehr lebenden Janis Joplin: Freedom is just another word for nothing left to lose. Man kann also auch einfach wieder anfangen.

Was mich vom Bloggen abgehalten hat:

Ich hab in der letzten Zeit viel (naja, öfter mal) darüber nachgedacht, warum dieses Blog eigentlich kein klares Thema hat und ob das nicht besser wäre oder ob ich persönlicher schreiben sollte oder doch lieber professioneller. Ich bin zu keinem eindeutigen Schluss gekommen, was an sich wohl schon ein eindeutiger Schluss ist.
Das allerdings hat mich nicht so richtig abgehalten.
Auch nicht die viele Arbeit, obwohl ich tatsächlich gearbeitet habe (siehe z.B. hier und hier).
Was mich wirklich abgehalten hat, war Dr. House. Für Dr. House habe ich mein Rechnungswesen vernachlässigt und mich in Online-Foren schmähen lassen. In drei Wochen habe ich drei Staffeln gesehen, in denen sich erstaunlich viele Bedeutungsebenen der Serie erschlossen haben. Am liebsten würde ich jetzt über Dr. House promovieren, aber erstens würde ich dann verhungern und zweitens kommt in nur 10 Tagen die vierte Staffel raus. Dann hab ich keine Zeit.

Texte von Textferry.de

Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass 3 Wochen Dr.-House-Sucht nicht 4 Monate Blogschweigen erklären. Tja: Everybody lies.


Julia Ritter in • Alltag am 14. Oktober 2008
Permalink

Druckversion









Seite 1 von 5 Seiten  1 2 3 >  Letzte »