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Heute bleibt die Küche kalt

Zuerst haben die Japaner Reis entwickelt, den man durch Zugabe von kaltem Wasser (und ohne Herd) kocht: “Hotto! Raisu”, so gelesen bei Boing Boing und Riesenmaschine, und nun sehe ich - ebenfalls bei Boing Boing, ich treue Seele -, dass McDonald’s seine McChicken neuerdings auch mal roh serviert. Das ist nicht viel ekliger als alles andere - sehr aufschlussreich der Kommentar der Geschädigten “I didn’t expect good food, but I did expect cooked food” - aber dafür ein mutiger Vorstoß in Richtung Klimaschutz.


Julia Ritter in • Kultur am 17. Mai 2007
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Was ist ein “marital aid”?

Faszinierend an diesem Boing Boing-Posting sind nicht nur den Link zur Gummipuppenherstellung (siehe dort) und die Überlegungen zum Arbeitsalltag eines Pornostars. Viel, viel faszinierender ist das Vokabular. Ein “marital aid” nämlich ist eine Fickpuppe

Gummipuppe und “intimate gadgets” sind das, was man sonst noch so nach Körpervorlage aus Gummi herstellen kann. “Intimgeräte” gibt es übrigens auch auf Deutsch, “Ehehilfe” aber nur psychologisch, und wenn man nach beidem zusammen googelt, bekommt man die Gegenfrage: “Meinten Sie: ehehilfe atemgeräte
Ja, vielleicht.


Julia Ritter in • AlltagKultur am 04. Mai 2007
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Genial kurz

Ganz aus Austraien, vom Divine Copywriter, kommt dieses grandiose Beispiel für kurzes, knackiges Texten:

A college class was told to write a short story in as few words as possible. They were told that the story must contain three things:
1) Religion
2) Sexuality
3) Mystery

Below is the only A+ short story in the class.

“Good God, I’m pregnant; I wonder who did it.”

This has it all!


Julia Ritter in • AlltagKultur am 03. Mai 2007
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Second Life ist uncool

Nachdem Second Life vor allem in “Real Life”-Medien bis zum Absturz gehypt wurde, ist es nun schon wieder überaus uncool. Das macht aber nichts. Auch wenn es nur ein groß angelegtes Puppenstubenspiel ist und diese dämlichen Avatare ganz schön nerven können (ich zumindest würde da lieber gänzlich körperlos rumfliegen und Dinge angucken) und kaum jemand außer Spiegel Online und einem Haufen Journalisten sich für irgendwelche Markenhersteller-Dependancen dort interessiert, gibt es doch immer wieder ganz witzige Dinge zu sehen. Gestern zum Beispiel war ich in einer Art Burg, in deren Haupthalle eine schwule Foto- und Skulpturenausstellung zu bestaunen war - was es außerdem noch damit auf sich hatte, weiß ich nicht, denn dann ist SL abgeschmiert (bei mir jedenfalls). Und heute habe ich in unmittelbarer Nachbarschaft diese schöne Meeresgrund-Fotoinstallation gefunden. Die schwule Burg lag übrigens auch ganz um die Ecke; wenn ich nicht so einen grottigen Orientierungssuínn hätte, könnte ich sie schnell wiederfinden. Auf jeden Fall scheine ich im uncoolen Second Life in einer coolen Gegend zu leben.

Texte von Textferry.de


Julia Ritter in • AlltagKulturMedien am 24. April 2007
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Print lebt!

Ina nennt fünf Gründe für ein Print-Abo zu Zeiten des Internet. Das freut mich umso mehr, als ich gerade gestern wieder eins meiner Lieblingsmagazine abonniert habe. Und als sechster Grund fällt mir noch ein: Print kann man auch bei Stromausfall lesen, jedenfalls solange es hell ist. Und man kann ganz teeniemäßig kreativ Briefumschläge draus basteln. Und Fotos sehen in Print meistens besser aus.


Julia Ritter in • Kultur am 23. April 2007
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newBERLIN, Alexanderplatz

Heute ist das erste Sim (sowas wie eine Parzelle in Second Life) der Second-Life-Version von Berlin online gegangen und ich war dort, denn ich hatte es ja nicht weit (das übrigens ist ein für Berliner sehr wichtiges Argument, jedenfalls ab einem gewissen Alter, da schätzen wir es, wenn wir zur Abendunterhaltung nicht mehrere Stadtteile durchqueren müssen. In Welten mit Teleport-Funktion vielleicht weniger ausschlaggebend). Was soll ich sagen: Es war nicht ganz Berlin, denn das ist ziemlich groß, aber immerhin der Alex samt Fernsehturm und Haus des Lehrers oder des Reisens oder welches es ist, ich kann mir das ums Verrecken nicht merken und Bahnhof und bekrakelten Mülleimern mit echtem Virtualmüll drin. Alles in allem sehr hübsch und nett anzusehen und wenn man dem Interview mit den Machern Glauben schenken darf (mach ich mal ganz unvoreingenommen, solange ich keines Besseren belehrt werde), auch ohne allzu aufdringliche Marketing-Hintergedanken (o Graus - ich warte nur auf das Berliner Schloss im Second Life, aber vielleicht bauen die newBERLIN-Macher ja auch ganz anachronistisch den Palast der Republik wieder auf, obwohl, ich glaube nicht). Außerdem war es lustig, Berlin bei Nacht anzugucken, während draußen erst die wunderbar warme Frühlingssonne unterging. Was das alles soll? Ach, was ist schon der Sinn des Lebens?


Julia Ritter in • BerlinKulturMedien am 16. April 2007
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Da kann der iPod mini wieder lachen

Ein Erfolgserlebnis der besonderen Art hatte ich, als ich neulich die Batterie meines hübschen kleinen (naja, das ist inzwischen wohl relativ) iPod mini gewechselt habe. Gezeigt wurde die Operation auf dieser wahrhaft aufklärerischen Seite. Einen Link zum Batteriekauf gibt es auch - sehr viel günstiger als bei Apple und von ebenso freundlichen wie vertrauensvollen Schweden kann man dort eine no-name-Batterie bestellen, die zumindest mir auch flugs und auf Rechnung geschickt wurde.

Man muss beim Öffnen des Gehäuses etwas beherzter rangehen, als es die Seite suggeriert. Und man sollte etwas Kleber zur Hand haben, um diese weißen kleinen Fitzelabdeckungen oben und unten wieder richtig zu befestigen. Aber ansonsten ist alles wie beschrieben und sehr einfach.
Tatsächlich schaffe ich jetzt wieder große Abschnitte der von mir so geliebten unabridged audiobooks, ohne den iPod zwischendurch ständig aufladen zu müssen.


Julia Ritter in • Kultur am 10. April 2007
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Internet? Chiuso!

Ich habe keine Ahnung, ob es daran liegt, dass die Italiener insgesamt kein besonders Internet-affines Völkchen sind, oder ob ich einfach in einer eher von älteren Mitbürgern frequentierten Gegend gelandet bin, denen der Sinn eher nach Golfen denn nach Surfen steht, aber es gibt hier im Umkreis von 20 Kilometern nur einen einzigen “Internet Point”, und bei dem war das Internet gestern “geschlossen”. Wer weiß, vielleicht war das ja ein weltweites Phänomen - gab es gestern wirklich kein Internet? Geschlossen wegen Wartungsarbeiten? Morgen fangen die Osterfestivitäten an, dann wird sowieso alles geschlossen sein, bis auf die Kirchen. Und das Meer, hehe.


Julia Ritter in • Kultur am 05. April 2007
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Improve your English and have fun while you’re at it

Wenn man, wie ich, nicht zum aktiven Jet Set gehört und Aufenthalte im englischsprachigen Ausland weit getaktet sind und wenn man darüber hinaus eine Schwäche für alle Arten seichter bis mittelintelligenter (erster Sprachtipp: der englische Begriff hierfür ist “midbrow”) Fernsehunterhaltung hat, dann helfen die folgenden TV-Serien weiter - vorausgesetzt, man sieht sie im Original:

Mit das Beste, um die allgemeine Eloquenz zu fördern, ein bisschen was über die amerikanische Politik zu lernen und sich außerdem den Glauben daran zu bewahren (falls vorhanden), dass auch ein amerikanischer Präsident ein guter Mensch sein kann, ist The West Wing. Sehr geistreich, moderat patriotisch (manchmal muss man tapfer sein) und insgesamt kurzweilig. Für Möchtegern-Lobbyisten ein Muss.

Buffy, the Vampire Slayer lief auch hier, setzt beim Zuschauer ein gewisses Maß an Toleranz voraus, was Fantasy und Kitsch betrifft, belohnt dafür ab der dritten Staffel mit herrlicher Selbstironie und bietet von Anfang an einen sehr freizügigen Umgang mit der englischen Sprache. Ein Quell der Inspiration für Werbetexter, weniger wegen der Thematik als vielmehr wegen der absolut respektlosen Vermischung von Schund und Tradition.

The O.C. besticht nicht gerade durch einfallsreiche Plotlines, aber angeblich ist die vierte Staffel besser als die dritte. Dafür gibt es aber eine ganze Schatztruhe voll beknackter amerikanischer bzw. kalifornischer Teenie-Sprache. Ich nehme an, dass die meisten kalifornischen Teenies mit einem Hauch Selbstachtung diese Idiome nie in den Mund nehmen werden, aber es geht weniger um die einzelnen Wendungen als vielmehr um die sprachliche Athmosphäre, den Gestus, wie immer man es nennen will.

Soviel zum Anfang, Das sind etwa 150 Stunden (völlig aus der Luft gegriffene Schätzung, aber kommt bestimmt ungefähr hin) Fernsehen. Wer nicht soviel Zeit hat und außerdem lieber joggen geht, als sofakartoffelig vor der Glotze zu hängen (und das bei dem Wetter), der kann sich dabei mit oder über George W. amüsieren: The Weekly Radio Address.

Update: Achtung, Kommentare enthalten Spoiler! Also nicht die Aerodynamik-optimierende Sorte, sondern es wird verraten, wie es ausgeht. Wer also. The O.C. noch nicht gesehen hat und die Spannung bis zum letzten Augenblick auskosten will, sollte nicht weiterlesen.

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Julia Ritter in • AlltagKulturMedien am 28. März 2007
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“Von mir aus können sie das ganze Internet einfach verbieten.”

... so der Kommentar eines für seine Weisheit bekannten Freundes, als ich ihm erklärte, was Twitter ist. Erinnert mich an Homer Simpson: “Internet? Gibt’s den Dreck immer noch?”” (Ich glaube allerdings, das hieß im Original “They have the internet on computers now?!”).


Julia Ritter in • Kultur am 22. März 2007
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