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Mysterienauflösung zum Wochenende

“Heute attraktiver als vor 20 Jahren”

Immer wieder liest oder hört man von irgendwelchen Promis (A-, B- oder C-Liste) reiferen Alters, die sich “heute besser (schöner, sttraktiver) als vor 20 Jahren” fühlen. Na, das ist ja auch kein Wunder! Vor 20 Jahren steckten wir nämlich alle (also die Reiferen unter uns) noch ziemlich fest in den 80ern. Niemand sieht heute schlechter aus als in den 80ern. Die einzige Person, die damals einigeraßen okay aussah, ist Molly Ringwald.

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Julia Ritter in • Kultur am 19. Oktober 2008
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Die beste Epilierer-Werbung aller Zeiten

Männer sind schmerzempfindlich. Frauen auch, aber weniger. Im Allgemeinen. Im Allgemeinen würden sich Männer wahrscheinlich auch nicht durch eine Werbung für Körperpflegeprodukte angesprochen fühlen, in der das Testimonial ein Transvestit ist. Frauen dagegen schon. Und deshalb ist dieser Spot samt dazugehöriger Microsite für den Philips Satinelle auch so genial. Meiner Meinung nach hat hier jemand seine Zielgruppe verstanden.


Julia Ritter in • KonsumKulturWerbung am 25. Mai 2008
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Überall auf einmal suchen

Überall stimmt natürlich nicht ganz. Aber trotzdem kann man bei Addict-o-matic schon sehr viele Suchquellen auf einmal auswerten. Man gibt einen Suchbegriff ein und erhält dann, je nach Präferenz, die Ergebnisse von Google Blog Search, Ask.com, technorati, Digg, YouTube, Flickr, Delicious, Bloglines und mehr.

Meistens will ich so viel ja gar nicht wissen.
Trotzdem kann Addict-o-matic sehr horizonterweiternd sein, vor allem bei Themen, denen man sich interessiert, aber ahnungslos nähert. Etwas, das man immer wieder tun sollte. 

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Und so sieht es aus. Nur, dass es nach unten weitergeht.


Julia Ritter in • ArbeitKulturMedien am 15. Mai 2008
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Als ich mit Paris Hilton auf der Verkehrsinsel saß

Vor ein paar Nächten saß ich an einer dieser Bank-Tisch-Kombinationen, wie man sie oft an Autobahn-Rastplätzen vorfindet. Das Rastplatzmöbel stand auf einer Verkehrsinsel, und um die Verkehrsinsel herum plätscherte der spätnächtliche Verkehr. Neben mir saß jemand, an den ich mich nicht mehr erinnere und gegenüber Paris Hilton. Sie redete sehr engagiert auf mich ein und versuchte mich davon zu überzeugen, dass wir unbedingt zum McDonald’s am Kaiserdamm fahren müssen, weil da nämlich die allercoolsten Parties abgehen. Paris: “Ich fahr da immer hin, das ist super, nur zwei Stationen mit der U-Bahn!”

Ich überlegte noch, an welcher U-Bahn-Linie Paris Hilton dann wohnt und ob sie wohl ständig angequatscht wird, wenn sie so mit der BVG durch die Gegend gondelt, oder ob die Berliner doch so desinteressiert an jeglicher Prominenz sind, dass sie auch die Queen des für-eigentlich-Nichts-Berühmtseins ignorieren (schließlich schien sie in Westberlin zu wohnen und nicht in Prenzlberg), da verwandelte sich Paris in ein kleines, zart blassrosa Kaninchen und versteckte sich hinter einem Grasbüschel.

Wir sind dann nicht zu McDonald’s am Kaiserdamm gefahren. Da gibt es auch gar keinen.

Vorher:

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Anmerkung: Nein, dies hier mutiert jetzt nicht zum rein fiktionalen Blog. Ich scheine allerdings vor lauter Arbeit kaum noch was Spannendes zu erleben, daher verlagert sich mein Wunsch nach Glamour ins Traumleben. Und das auch noch mit Traffic-treibenden Protagonisten. Der Traum ist eine Wunscherfüllung?

Nachher:

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Foto: istockphoto


Julia Ritter in • AlltagBerlinGeschichtenKultur am 13. Mai 2008
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Blut ist dicker als Wasser

Ich mag Stöckchen nicht so gerne. Es muss am Namen liegen. Und daran, dass dabei immer eher, sagen wir mal: arbiträre Informationen erfragt werden. Aber wenn mir meine eigene Schwester eins hinwirft, renn ich trotzdem los - braver Hund.

Die Aufgabe also: Ich schlage ein in meiner Nähe liegendes Buch mit mindestens 123 Seiten auf Seite 123 auf, schreibe die Sätze 5-7 auf Seite 123 hier hin und fordere dann fünf andere nichtsahnende Seelen auf, es mir nachzutun.

Meinen spannenden Krimi hab ich leider schon durch, also schnappe ich mir jetzt ein vor mir stehendes Buch, dessen Titel mir vermutlich wieder viele enttäuschte einmal-und-nie-wieder-Besucher einbringen wird: More Sex Is Safer Sex: The Unconventional Wisdom of Economics, von Steven E. Landsburg.

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Auf Seite 123 steht da:

“Being human, they tend to take a special interest in their own students and are therefore tempted to give those students a boost at the expense of the anonymous strangers who signed up for someone else’s class. Besides, easy graders are more popular on campus. The costs of leniency - measured in lost reputation - are spread over the entire school, while the benefits are concentrated in the professor’s own classroom.”

Spannend, was? Wie gut, dass ich nicht gerade Auf der Suche nach der verlorenen Zeit lese. Aber das hat ja schon Jochen Schmidt öffentlich getan. Außerdem lese ich dieses Buch auch gar nicht, es stand nur in der Nähe. Vielleicht sollte ich.

Ganz abgesehen davon ist es hier wie es schon immer war mit Kettenbriefen: Bis ich dran bin, haben alle schon und ich finde keine fünf Leute, die nicht gleich müde abwinken. Dann hab ich das Gefühl, überhaupt keine Freunde und/oder Bekannten zu haben und komplett unbeliebt zu sein. Bevor ich darüber zu eingehend nachdenke, betrachte ich das Experiment lieber als beendet.


Julia Ritter in • AlltagKultur am 31. März 2008
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Besser ist das

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Julia Ritter in • AlltagBerlinKultur am 20. März 2008
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Mark all read

Ich benutze zum Bloglesen das sehr übersichtliche Beta Bloglines (gibt’s auch als normales Alpha). Das ist praktisch und angenehm, weil ich meine Lieblingsblogs gleich auf der Übersichtsseite habe, schnell alle neuen Artikel scannen kann und vor allem bei einigen Blogs auch Beiträge im Volltext angezeigt kriege, bei denen ich im Blog selbst immer erst extra auf “weiter…” oder einen ähnlich sinnreich betexteten Link klicken müsste. (Außer bei Riesenmaschine, da stehen immer diese Platzhalter-Sätze drin, aber manchmal reichen die auch schon aus zur Stimmungsverbesserung).

Wenn ich allerdings ein paar Tage oder gar eine Woche lang nicht dazu gekommen bin, irgendwelche Blogs zu lesen, weil ich nämlich zuerst wie blöd gearbeitet habe, dann auf der Buchmesse war (nur als Zuschauer, als wenn sie davon nicht genug gehabt hätten) und dann wieder wie blöd gearbeitet habe - dann können “2144 new” Blogbeiträge durchaus zu Überforderungssymptomen führen: Widerstände, Bloglines überhaupt aufzurufen, nervöses Hin- und Herflackern des Blicks zwischen den einzelnen Blogs, flacher Atem, man kennt das ja. Wie erleichternd daher, dass die Lösung, wie leider nicht oft genug im Netz, nur einen Klick entfernt ist: “Mark all feeds read”. Versteckt sich etwas in einem Drop-down-Menü unter einem nichtssagenden Pfeil, aber immerhin.

Texte von Textferry.de

Das Schöne ist ja: Selbst wenn ein superinteressanter Post dabei war - es kommen auch wieder neue. Schade nur, dass das mit Rechnungen etc. nicht geht. “Mark all invoices paid” wäre eine große Alltagserleichterung.

Und: Wer keine Blogs liest, hat dies Problem natürlich überhaupt nicht. Dafür aber bestimmt andere.


Julia Ritter in • AlltagKulturMedien am 17. März 2008
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Hörtest aus Norwegen

Das norwegische Rote Kreuz bietet einen Online-Hörtest an (habe die englische Fassung verlinkt; es gibt natürlich auch eine auf Norwegisch). Das Design ist angenehm klar und schön und die Idee finde ich sehr, sehr gut. Bitte selbst ausprobieren.

Texte von Textferry.de

Fundort:
Adverblog


Julia Ritter in • KulturMedienWerbung am 08. März 2008
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Unterhaltung zum Wochenende: quarterlife

Seit November gibt es eine Serie, die speziell fürs Web geschrieben und, soweit ich das als Nicht-Filmfachfrau beurteilen kann, ziemlich professionell produziert wurde. quarterlife läuft sowohl auf youtube als auch auf einer eigenen Website, und es gibt wohl auch eine myspace-Seite, nur leider finde ich myspace zu anstrengend, weswegen ich den Link nicht suchen werde. Es geht (der Name lässt es vermuten) um eine Gruppe von Mittzwanzigern, nicht ganz meine Altersgruppe also (ähem), aber wann hat das jemals jemanden vom Serienkonsum abgehalten.

Hier die Pilotfolge:

Interessant daran ist unter anderem, dass die Serie auch während des “writers’ strike” weiter produziert wurde (denn sie lief ja direkt im Netz und nicht im Fernsehen). Zwischendurch wurde sie von NBC ausgestrahlt, mittlerweile aber wieder abgesetzt, weil die Zuschauerquote zu niedrig ausfiel. Im etwas zahlenlastigen, aber trotzdem interessanten Adage-Artikel heißt es dazu, die niedrige Quote sei ein Indikator dafür, wie heterogen die Zielgruppe der unter-Dreißigjährigen zukünftig sein wird, denn im Netz hatte die Serie eine vergleichsweise große Fangemeinde. Im Netz erreicht sie natürlich auch viel mehr Leute, zum Beispiel mich, die ich kein NBC empfangen kann - ich frage mich manchmal, inwiefern die amerikanischen Medien diesen globalen Effekt des Netzes überhaupt in ihr Denken einbeziehen. Amerikaner scheinen da ja manchmal etwas austistisch zu sein.

Leuten unter 35 fällt es heute schon schwer, sich vorzustellen, wie das damals mit nur drei Fernsehsendern war (ich hab als Kind in den 80ern drei Jahre in Spanien gelebt, da gab es sogar nur zwei - eine ziemliche Folter vor allem während des Papstbesuchs!). Unsere Kinder werden es wahrscheinlich einmal seltsam finden, dass man nur dann eine bestimmte Sendung sehen konnte, wenn sie ausgestrahlt wurde. Finanziert wird/wurde quarterlife laut Adage durch Werbeverträge mit Pepsi und Toyota und wer weiß, vielleicht kommen ja auch noch andere dazu.

 


Julia Ritter in • KulturMedien am 29. Februar 2008
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Ich be-be-be-bin ein Berliner

Ich glaube, mit dem tollen neuen Berlin-Slogan “Be Berlin”, der ja wohl noch gar nicht so richtig offiziell ist, wird es sich ähnlich verhalten wie mit diesen ganzen angeblichen “Berliner Schnauze”-Bezeichnungen wie “Lippenstift und Puderdose” (Gedächtniskirche), “Schwangere Auster” (Haus der Kulturen der Welt) oder “Erichs Lampenladen” (Palast der Republik): Außer in einschlägigen Vorabendserien, auf Grußpostkarten und in Reiseführern finden sie kaum Anwendung. “Be Berlin” wird wohl auch hauptsächlich das Feuilleton, die Werbewelt und die Blogs beschäftigen. Insofern ist es relativ egal, ob wir nun nach Deutschland auch noch Berlin sein sollen. Nur: 10,9 Mio. Euro Etat?! Das wirft schon Fragen auf.

If German was good enough for JFK, it should be good enough for Wowi - right?


Julia Ritter in • BerlinKulturWerbung am 25. Februar 2008
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