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Ich finde Twitter total bescheuert

So, jetzt ist es raus. Ich kann mich noch an die Anfangszeit von Twitter erinnern. Damals dachte ich: Mann, wie bescheuert ist das denn. Dann habe ich ganz lange nicht darüber nachgedacht und nur am Rande zur Kenntnis genommen, wer alles twittert und was es alles für Twitter Clients und Widgets und hast-du-nicht-gesehen gibt.

Dann twitterte Don Draper, der Held von Mad Men. Und irgendwann, als Gott und die Welt schon lange, lange twitterten, legte auch ich mir einen Twitter-Account an. Als late, late, late adopter sozusagen.

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Was soll ich sagen: Mann, ist das bescheuert. Manche Leute haben ganz nette Gedankenblitze, das stimmt. Aber die meisten Leute twittern eben wirklich nur, was sie gerade so machen (Kaffee, arbeiten, Kind ins Bett bringen, einen Musiktitel nach dem anderen bei blip.fm suchen). Das ist nicht so richtig interessant. Vielleicht hab ich nicht die richtigen Leute verfolgt, aber es drängt sich mir doch der Verdacht auf, dass die interessanten Leute wahrscheinlich sehr viel mehr Zeit damit verbringen, sich interessante Ideen aus- und diese durchzudenken, als alle 3 Minuten ein neues Lied zu twittern.

Oder anders gesagt: Die meisten Leute, deren Tweets ich verfolgt habe und die ich persönlich kenne, sind in Wirklichkeit klug und interessant. Aber auch die interessantesten Menschen machen nicht den ganzen Tag lang interessante Dinge. Ich weiß, dass es vielen Leuten Spaß macht, Stimmungsschnappschüsse zu veröffentlichen und zu lesen. Mir nicht. So konservativ und unwebzwonullig das klingen mag: Ich lese lieber Texte, in denen ein paar Gedanken stecken. Und ich weiß: Ich habe Twitter einfach nicht kapiert.


Julia Ritter in • Kultur am 26. Januar 2009
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Werbeumfeldsensibilität 2

Noch ein wundervolles Beispiel für mangelnde Werbeumfeldsensibilität. Allerdings bin ich auch kein großer Fan von Battlestar Galactica und gehöre daher nicht zur Zielgruppe. Vielleicht hat die verantwortliche Agentur ja Marktforschungsergebnisse vorliegen, denen zufolge BSG-Zuschauer beim Anblick von spritzendem Blut richtig Hunger auf Tomatensuppe kriegen. Zumindest wird die Farb- und Formensprache der Szene im Spot schön weiter geführt.

Fundort: American Copywriter


Julia Ritter in • Kultur am 20. Januar 2009
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Winter in Brandenburg

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Julia Ritter in • AlltagBerlin am 11. Januar 2009
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Wenn die Mad Men Besuch aus der Zukunft kriegen ...

... dürfte das ungefähr so aussehen (ausgesehen haben? Wir wären ja in diesem Fall die Zukunft und die die Vergangenheit? Welchen zeitlichen Standpunkt nimmt man hier ein? Egal, einfach irgendeinen).

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Es wurde ja als wahnsinnig grandiose Idee betrachtet, dass jemand sich auf Twitter als Don Draper ausgegeben hat (was dann der Sender AMC unterbinden wollte und dann doch nicht getan hat, etc.) und als ebensolcher getwittert hat. Mittlerweile twittern mehrere Mad Men Charaktere. Ich finde, das ist einerseits natürlich ganz witzig und vermutlich publikumswirksam, andererseits aber auch total unpassend, weil der Reiz von Mad Men eben gerade darin liegt, dass es so eine vollkommen andere Welt ist - eine Welt, in der Männer alles dürfen, man vor fast nichts Angst hat und eine elektrische Schreibmaschine als “overwhelming technology” durchgeht. Twittern passt so gar nicht dazu.

Fundort: Das extrem witzige Blog Where’s My Jetpack - da gibt es noch mehr vom Future Man. Via American Copywriter


Julia Ritter in • AlltagKulturMedien am 07. Januar 2009
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We are three wise men

- What?!
- We are three wise men!
- Then what are you doing creeping around a cowshed at two o’clock in the morning? That doesn’t sound very wise to me!


Julia Ritter in • Kultur am 06. Januar 2009
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