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Ich shoppe, also bin ich - aber wer?

Jetzt geht es wieder ans Geschenkekaufen, falls man nicht kreativ (oder misanthropisch) genug ist, welche selbst zu basteln. Damit das Schenken leichter fällt und vielleicht sogar Spaß macht, haben die schlauen Leute von der ZIA für das Online-Shoppingportal (?) Shopping.com ein “Shoposkop” entwickelt, einen Geschenkefinder per Persönlichkeitstest. Und der bietet mehrere Vorteile:

1. Man hält vor einem Kauf ein wenig inne, um sich Gedanken über die zu beschenkende Person zu machen.
2. Man kann seiner eigenen Urteilslust freien Lauf lassen und alle die, denen man etwas schenken

muss

will, gnadenlos bewerten. Denn geben wir es doch mal zu: Der weihnachtliche Geschenkdruck kann enorme Aggressionen wecken.
2. Eventuell fällt einem dabei vielleicht auf, dass diese Person gar nicht so nett ist, wie man dachte. Dann spart man sich das Geschenk.

Texte von Textferry.de
Is it me?

Oder man macht den Test für sich selbst, was den Egozentrikern unter uns natürlich am meisten Spaß machen wird. Das hab ich jedenfalls sofort getan.

Meine Persönlichkeitsbeschreibung war sogar einigermaßen zutreffend, die sind ja immer so formuliert, dass sich jeder bestätigt und niemand auf den Schlips getreten fühlt. Leider ließen die vorgeschlagenen Geschenke etwas zu wünschen übrig. Immerhin: Es war eine Handtasche dabei, damit kann man mich eigentlich zu jeder Gelegenheit erfreuen, aber ob sie nun unbedingt gold-metallic sein muss, ist eine Frage, die ich noch nicht endgültig geklärt habe.


Julia Ritter in • KonsumKulturWerbung am 19. November 2007
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It’s rerun time in America!

Seit gestern morgen streiken in den USA die Autoren. Also nicht Stephen King und Philip Roth, sondern die Drehbuchschreiber, Witzeschreiber, Dialogdoktoren und alle, die sonst noch für Film und Fernsehen schreiben und in der Writer’s Guild of America (East oder West) organisiert sind. Sie wollen mehr Anteile an den Einnahmen aus DVD-Verkäufen und der Internetverwertung ihrer Texte. Und solange sie sich nicht mit der “Alliance of Motion Picture and Television Producers” einigen, gibt es eine Menge Wiederholungen im amerikanischen Fernsehen und Leute wie David Letterman (das ist der, den Harald Schmidt kopiert) müssen sich ihre Witze selbst ausdenken.

Ich frage mich, ob sowas auch hier in Deutschland passieren könnte. Sind deutsche Drehbuchautoren gewerkschaftlich organisiert? Und würde es überhaupt auffallen, wenn sie streiken?


Julia Ritter in am 06. November 2007
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