Der amerikanische Mobilfunkanbieter Sprint hat sich vor kurzem von ca. 1000 (vielleicht auch mehr) Kunden getrennt, die immer und immer wieder die Service-Hotline angerufen hatten. In dem sehr freundlich und diplomatisch verfassten Abschiedsbrief erklärt Sprint:
Obwohl wir unser Möglichstes getan haben, auf Ihre Probleme und Fragen einzugehen, sind wir aufgrund der Anzahl Ihrer Anrufe im genannten Zeitraum zu dem Schluss gekommen, dass wir Ihre derzeitigen Mobilfunkbedürfnisse nicht erfüllen können.
Damit entlässt Sprint die unzufriedenen Kunden aus ihrem Vertrag, erlässt ihnen alle eventuell noch offenen Gebühren und bittet sie, sich innerhalb eines Monats einen neuen Mobilfunkanbieter zu suchen - ihre Nummer können sie dabei mitnehmen.
Ich finde das super. Wie Seth Godin, bei dem ich das Ganze gefunden habe, richtig bemerkt: Diese Kunden wollen im Zweifelsfall gar nicht zufrieden sein. Zumindest würde es zuviel Aufwand bedeuten, sie zufriedenzustellen und man wüsste nicht, ob der Aufwand je zum gewünschten Ergebnis führt.
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Sprint: Don’t call us. Ever again.
Das Ganze setzt natürlich voraus, dass Sprint eine funktionierende Service-Hotline und / oder genug zufriedene (oder im Stillen leidende) Kunden hat.
Und was lernen wir daraus?
- Vielleicht ist dies ein möglicher Weg aus den gruseligen Knebelverträgen mit deutschen Mobilfunkanbietern - allerdings einer, der unendliche Leidensbereitschaft (nur ein Wort: Spracherkennungssystem) und Finanzstärke (kostenpflichtige Hotlines) voraussetzt.
- Aber viel wichtiger: Eine Trennung von dauerunzufriedenen Kunden kann sehr befreiend sein! Und Geld sparen, weil zufriedene Kunden weitaus weniger Energie und Zeit kosten. Unzufriedene Kunden sind für Freiberufler oft ein Zeichen des Scheiterns. Natürlich möchte auch ich meine Kunden sehr gerne zufriedenstellen. Aber angenommen, dass jemand nun auch nach wiederholter Anstrengung immer noch nicht glücklich ist - dann kann ich ihn vielleicht gar nicht glücklich machen. Oder er will nicht glücklich sein. Und dann ist es besser für beide, wenn ich es nicht länger versuche.
Photo: iStockphoto
Julia Ritter in
am 10. Juli 2007
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Wenn man mit dem Laptop in der Öffentlichkeit rumdaddelt arbeitet, zum Beispiel im Café, kommt meistens irgendwann der Moment, da man dringend auf Klo muss. Dann braucht man jemanden, der auf den Computer aufpasst, denn dem Laptop ist es egal, wessen Lap er toppt, zumindest kann er sich nicht wehren, wenn ein Unbefugter ihn mitnimmt. Aber jetzt gibt es Verstärkung für den wehrlosen Rechner, nämlich den zwar ebenfalls kleinen und eigentlich relativ leicht wegzutransportierenden, dafür aber wortstarken Desktop Bouncer.
Den verstöpselt man per Kabel mit dem zu beschützenden Rechner, und sobald sich jemand nähert (das merkt der Mini-Türsteher durch den eingebauten Bewegungsmelder), grunzt er den Eindringling mit einem von sechs Sprüchen an:
“You’re not welcome ‘ere” (naja)
“Your name’s not down, you’re not comin’ in” (okay)
“You’re not comin’ anywhere near here lookin’ like that” (muss er grade sagen)
“Not today mate”
“Come over ‘ere if you think you’re hard enough” (bei der Größe vielleicht nicht so ratsam)
“You’re cruisin’ for a bruisin’’ (mein persönlicher Favorit)
Fundort: PopGadget
Julia Ritter in
• Kultur am 08. Juli 2007
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Ab sofort werde ich zur Verbesserung der Blogstruktur und aus purer Verzweiflung, weil mir sonst keine gute wöchentliche Rubrik einfällt Nächstenliebe jede Woche eine kleine Linkrunde schmeißen. Daher hier pünktlich zur neuen Woche: Sieben Links, die sowohl Übersetzer als auch englischsprachige Texter vielleicht gut gebrauchen können - über die üblichen Verdächtigen wie LEO & Co. hinaus.
Daily Writing Tips: Blog mit allen möglichen Tipps zum Sprachgebrauch und Schreiben, teilweise eher auf College- (sprich: nicht sehr hohem) Niveau, teilweise aber auch erhellend und nützlich.
A Phrase a Week: Jede Woche eine mehr oder weniger gebräuchliche Redewendung und - viel interessanter - ihr Ursprung und ihr erstes dokumentiertes Auftauchen.
Copyblogger: Sehr bekanntes und gutes Werbetexter-Blog mit vielen Tipps zum guten Schreiben und Texten.
Merriam Webster: Der Klassiker. Mit Thesaurus und korrekter Silbentrennung.
Online Conversion: Rechnet alles um - Längenmaße, Geschwindigkeitsmaße, Kochbuchanweisungen, Währungen, Frequenzen, Temperaturen, Gewichte und sogar Kleidergrößen.
Bartleby.com: “Great books online” - z.B. Roget’s II: The New Thesaurus, Oxford Shakespeare, King James Bible, dazu Zitatsammlungen und sehr viel mehr. Obviously, this site would not prefer not to.
Urban Dictionary: Erklärt so wunderbare Begriffe wie “muffin top”, “waffle crapper” und “iPerbole”.
Fehlt was Wichtiges?
Julia Ritter in
am 08. Juli 2007
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Die Leute von Freelance Switch, dem Blog für Freelancer, das ich neulich bereits begeistert angepriesen habe, führen ab nächster Woche eine weltweite Freelancer-Umfrage durch, mit der sie feststellen wollen, wie Freelancer (also Freiberufler) leben, arbeiten, wie zufrieden und glücklich sie sind, was sie verdienen und so weiter. Wahrscheinlich werden sich nur oder in erster Linie Blogger bzw. Blogleser an der Umfrage beteiligen, so dass die Ergebnisse nicht unbedingt auf alle Freiberufler zutreffen, aber für die Teilnehmer selbst dürfte es sehr interessant sein, zu sehen, wie sie im Vergleich zu Freelancern in anderen Ländern und Branchen dastehen.

Abgesehen davon gibt es auch was zu gewinnen - Näheres dazu hier.
Julia Ritter in
am 04. Juli 2007
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Ich muss zugeben, dass ich diese ganze Ambient-Werbung (und wahrscheinlich heisst das noch nicht mal so) irgendwie so ähnlich wie Konzeptkunst finde - außer einem kurzen Aha-Effekt hat sie nicht viel zu bieten, und dafür erscheint der Aufwand in den meisten (nicht allen!) Fällen viel zu hoch. Aber das hier ist so reizend, so herzerfrischend und so liebevoll gemacht, dass ich sehr, sehr bedauere, keinen 7-11 in der Nähe zu haben (mein Gott, die sind am 11. September aber auch nur knapp an einer Markennamen-Katastrophe vorbeigeschliddert, merke ich gerade).
Aus amerikanischen 7-11-Filialen wurden zum Start des neuen Simpsons-Films lauter Kwik-E-Marts. Und zwar mit allem Drum und Dran:
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Noch viel mehr Bilder gibt es bei Justin.
Fundort: boingboing.
Julia Ritter in
am 03. Juli 2007
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Als Fisch muss man sich flexibel zeigen im amerikanischen Schmelztiegel. Standen Fische letzte Woche noch unter dem besonderen Schutz der “Fish are friends, not food”-Kampagne von PETA (“fish have feelings, too - hold the sushi!”), müssen sie heute bereits wieder zittern, denn heute beginnt die National Fishing Week. Gegen den Strom schwimmen ist wahrscheinlich nichts im Vergleich zu so einem Kreuzfeuer der Aktionswochen.

PETA Fisch-Maskottchen (Nemo hat vermutlich zuviel Gage gefordert)
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National Fishing Week Maskotchen von 1996 (für dieses Jahr gibt es kein schönes Maskottchen, leider, vielleicht ist Hollywood ganz allgemein zu gierig geworden?)
Julia Ritter in
• Alltag
• Konsum
• Kultur am 02. Juli 2007
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