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Ambient-Protest

Das Prinzip der Ambient-Werbung mal für eine sinnvolle Botschaft genutzt:

Texte von Textferry.de

Fundort: American Copywriter

 


Julia Ritter in am 30. Juli 2007
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Ein Bild sagt mehr…

Eigentlich mag ich aus beruflichen Gründen ja eher textorientierte Werbung, aber manchmal braucht man eben doch ein Bild, um eine groß(artig)e Geschichte zu erzählen:

Texte von Textferry.de
“1637 colours. Dulux”

Fundort: AdArena


Julia Ritter in am 26. Juli 2007
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Anglistenhumor

Eine solide literaturwissenschaftliche Ausbildung hat eindeutig Vorteile - zum Beispiel den, dass man die ganz und gar großartigen Limerick-Versionen berühmter Gedichte zu würdigen weiß, die es bei Bad Goods zu genießen gibt. Hier nur als Beispiel Dylan Thomas’ “Do Not Go Gentle into that Good Night”:

Do Not Go Gentle Into That Good Night

There was an old father of Dylan
Who was seriously, mortally illin’
“I want,” Dylan said
“You to bitch till you’re dead.
“I’ll be cheesed if you kick it while chillin’.”

Zum Vergleich hier das Original:

      Do not go gentle into that good night,
      Old age should burn and rave at close of day;
      Rage, rage against the dying of the light.

      Though wise men at their end know dark is right,
      Because their words had forked no lightning they
      Do not go gentle into that good night.

      Good men, the last wave by, crying how bright
      Their frail deeds might have danced in a green bay,
      Rage, rage against the dying of the light.

      Wild men who caught and sang the sun in flight,
      And learn, too late, they grieved it on its way,
      Do not go gentle into that good night.

      Grave men, near death, who see with blinding sight
      Blind eyes could blaze like meteors and be gay,
      Rage, rage against the dying of the light.

      And you, my father, there on the sad height,
      Curse, bless me now with your fierce tears, I pray.
      Do not go gentle into that good night.
      Rage, rage against the dying of the light.

Da sieht man mal, dass auch und gerade das zutiefst Traurige enormes Humorpotenzial birgt.

Fundort: Boing Boing


Julia Ritter in • Kultur am 25. Juli 2007
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Spoiler! Aber nix über Harry

Ich bin jetzt auf Seite 488 und noch ist keiner gestorben. Hahaha. Natürlich sind die schon wie die Fliegen gestorben, aber ich sag nicht, wer alles. Laut Aussagen der beiden (normalerweise ist es nur einer) DHL-Boten in meiner Straße bestand übrigens die Hälfte aller Lieferungen am Samstag aus Harry Potter and the Deathly Hallows.  Also dem Buch. Und das ist die englische Version und ich lebe in Kreuzberg, wo die “Hauptsprache” nicht unbedingt immer und überall Deutsch, aber ganz sicher auch nicht Englisch ist, trotz der vielen Berlinbesucher. Also nehme ich mal an, dass im Oktober mindestens 3-4 DHL-Wagen am Start sein werden in meiner Straße.

Übrigens ist (gähn, das wissen bestimmt schon alle) Harry Potter das drittmeistverkaufte Buch nach der Bibel (und die gibt es schon länger) und der Mao-Bibel (-Fibel? Also das kleine Rote - und das ist ja leicht, wenn man alle Chinesen zum Kauf zwingt, hat man ja schon mal ein ziemliches Polster). Und weil wahrscheinlich mehr Leute (zumindest in den letzten 100 Jahren) Harry Potter gelesen haben als die Bibel. hier ein kleiner spannungsbrechender Spoiler für die, die noch auf der Sucher nach Post-Potter-Lektüre sind:

Texte von Textferry.de

Fundort: monochrom


Julia Ritter in • Kultur am 24. Juli 2007
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Rechtschreibstreber aufgepasst!

Wie schön, dass man online so gut wie alles testen kann - so auch die eigenen Rechtschreibfähigkeiten, wobei bei diesem eigentlich sehr leichten Test auch Grammatikkompetenz und logisches Denken gefragt sind. Erschütternd ist eigentlich die Tatsache, dass der Test sich an Muttersprachler richtet - wer macht eigentlich alles bei der Pisa-Studie mit und warum liegen die Deutschen dabei immer so weit hinten? Oder würde sowas auf Deutsch auch als Test durchgehen, bei dem man weniger als 90% erreichen kann?

I Scored a 100%!

Ich hab zwar an anderer Stelle geschrieben (zu Recht), dass Testergebnisse aller Art Privatsache sind, aber nun bin ich so begeistert, dass sich das Bildchen diesmal einfügen lässt, und kann daher nicht widerstehen. Und um mal ein bisschen Selbstbeweihräucherung zu betreiben: Das ist ein ganz ehrlich und beim ersten Versuch erlangtes Ergebnis. Wie sich das für Streber gehört.

Fundort: Daily Writing Tips


Julia Ritter in am 20. Juli 2007
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Neues von den Resten der US-Verfassung

Erstaunlich, was man heutzutage so alles nur in Blogs und nicht etwa in den herkömmlichen Medien lesen kann: Am 17. Juli hat Präsident George W. Bush eine Executive Order erlassen, deren Nummer ich leider nirgendwo recherchieren konnte - wahrscheinlich hat man inzwischen aufgehört, mitzuzählen - und die mit den Bestimmungen des 5. Verfassungszusatzes (siehe unten) ziemlich aufräumt.

Die unnummerierte Executive Order besagt, dass das Eigentum von sich auf amerikanischem Boden aufhaltenden juristischen Personen (das sind US-Bürger, Ausländer, Organisationen, Firmen) beschlagnahmt bzw. “blockiert” werden kann, wenn diese Personen in irgendeiner Form Gewaltakte ausgeführt oder geplant oder unterstützt haben oder auch nur im Verdacht stehen, Gewaltakte auszuführen, zu unterstützen usw, die “die Bemühungen im Irak unterminieren”. Hier die entsprechende Passage aus dem Originaltext:

[…]all property and interests in property of the following persons […] are blocked and may not be transferred, paid, exported, withdrawn, or otherwise dealt in: any person determined by the Secretary of the Treasury, in consultation with the Secretary of State and the Secretary of Defense,
(i) to have committed, or to pose a significant risk of committing, an act or acts of violence that have the purpose or effect of:
(A) threatening the peace or stability of Iraq or the Government of Iraq; or
(B) undermining efforts to promote economic reconstruction and political reform in Iraq or to provide humanitarian assistance to the Iraqi people;
(ii) to have materially assisted, sponsored, or provided financial, material, logistical, or technical support for, or goods or services in support of, such an act or acts of violence or any person whose property and interests in property are blocked pursuant to this order; or
(iii) to be owned or controlled by, or to have acted or purported to act for or on behalf of, directly or indirectly, any person whose property and interests in property are blocked pursuant to this order.

Mit dieser Executive Order wird der 5. Verfassungszusatz außer Kraft gesetzt, der da lautet:

No person shall be held to answer for a capital, or otherwise infamous crime, unless on a presentment or indictment of a Grand Jury, except in cases arising in the land or naval forces, or in the Militia, when in actual service in time of War or public danger; nor shall any person be subject for the same offense to be twice put in jeopardy of life or limb; nor shall be compelled in any criminal case to be a witness against himself, nor be deprived of life, liberty, or property, without due process of law; nor shall private property be taken for public use, without just compensation.

Texte von Textferry.de
Offenbar nicht George W. Bushs liebste Bettlektüre: Die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika

Dieser Verfassungszusatz gehört zur Bill of Rights, um die die amerikanische Verfassung am 15. Dezember 1791 erweitert wurde. Mich persönlich hat immer beeindruckt, dass die USA die am längsten gültige Verfassung der Welt haben. So langsam scheint da aber ein Ära zuende zu gehen. Mal sehen, wieviel George W. von diesem Traditionswerk übriglässt. Übrigens könnte man ja sagen, dass der Irakkrieg durchaus einen “act of violence” darstellt, der “den Frieden oder die Stabilität im Irak” bedroht. Heißt das also, dass die weltlichen Besitztümer der Familie Bush demnächst eingefroren werden?

Fundort: Boing Boing - dort gibt es auch einen interessanten Link zu einem Artikel, der die American Civil Liberties Union (ACLU) zum Thema zitiert.

Photo: iStockphoto


Julia Ritter in • KulturMedien am 20. Juli 2007
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Weltweite Freelancer-Umfrage bei Freelance Switch gestartet

Ich hatte ja bereits drauf hingewiesen, und seit ein paar Tagen läuft sie auch: die weltweite Freelancer-Befragung von Freelance Switch. Es dauert ca. 10 Minuten, den Fragebogen auszufüllen, das Komplizierteste dabei ist die Umrechnung von Stundensätzen etc. auf US-Dollar, aber mit diesem komischen Cockpit-Tool auf dem Mac oder aber dem hier auch schon mal angepriesenen Online Conversion mit Währungsrechner ist auch das kein großes Problem. Der Fragebogen ist englischsprachig, aber rudimentäre Englischkennnisse müssten ausreichen, um die Fragen verstehen und beantworten zu können.

Texte von Textferry.de

Warum das Ganze? Weil es interessant ist, zu erfahren, was andere Freiberufler zum Freiberuflertum bewogen hat und wie glücklich sie sind usw. und das auch noch im internationalen Vergleich. Die Stundensätze interessieren mich dabei eigentlich weniger, aber falls man vorhat, sein Geschäft ins Ausland zu verlegen oder aber vermehrt internationale Auftraggeber akquirieren möchte, kann das sogar sehr spannend sein.


Julia Ritter in am 18. Juli 2007
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Harry Potter light

Ich habe ja leider in vielen Dingen einen so dermaßen vermainstreamten Geschmack, dass ich mich oft in Situationen wiederfinde, die ich eigentlich nicht so mag. Zum Beispiel mit ungefähr 500 Berlinern und Berlinbesuchern aus aller Welt (ehrlich gesagt sahen sehr viele aus wie Iren, nämlich rothaarig - oder waren es gar Weasleys?) an der Kinokasse im Sony Center. Auch diesmal blieb das Sony Center entgegen den düsteren Prophezeiungen meiner Begleitung von Selbstmordattentaten verschont, und so konnten wir uns von der Weltpolitik unbehelligt im klimatisierten Kinosaal Harry Potter and the Order of the Phoenix ansehen. Nachdem der letzte Film der Reihe wohl etwas zu lang ausgefallen war, wurde in diesem leider sehr viele Dimensionen des Buches ausgelassen, bzw. nur kurz gestreift. Zum Beispiel die Beziehungen zwischen den verschiedenen magischen Kreaturen (Hexen/Zauberer, Zentauren, Elfen) und überhaupt die für ein Kinderbuch eigentlich sehr komplexen politischen Verwicklungen und Motivationen. Das war nicht weiter verwunderlich. Mehr überrascht hat mich, dass so viele der actiongeladenen Szenen zum Schluss des Buchs ausgelassen wurden - es hätte mich interessiert, was die Szenenbildner und Ausstatter aus diesen ganzen seltsamen Räumen im Department of Mysteries machen.

Texte von Textferry.de

Insgesamt wirkte der Film wieder wie eine Light-Version des Buches - unterhaltsam, aber etwas fehlte. Nun ist allerdings das Buch zum Film (haha) auch eher das Durchgangszimmer der Reihe - es passiert alles mögliche und es gibt auch einen Klimax, aber keinen richtigen Anfang und keinen richtigen Schluss. Das fällt beim Film vielleicht noch mehr auf. Und vielleicht ist es auch nicht ganz unbeabsichtigt, denn schon am Samstag kommt schließlich der letzte Band der Reihe (auf Englisch) raus, sozusagen zur Befriedigung der unerfüllten Erwartungen. Ob die wirkt, wird sich zeigen.

Mit einigermaßen hartgesottenen Kindern ab 11 kann man den Film übrigens ruhig sehen. Allerdings enthält man auch denen viel vor, wenn man nicht vorher (!) das Buch mit ihnen liest.

Am interessantesten am gestrigen Kinoabend fand ich allerdings die Tatsache, dass im Dezember die Verfilmung des ersten Bandes eines meiner Lieblingsbücher ins Kino kommt: Der Goldene Kompass, erster Teil einer Trilogie von Philip Pullman - Fantasy für Leute, die kein Fantasy mögen, mit literarischen Wurzeln bei Milton, gleichzeitig vollkommen dreist allumfassend, sehr genial und extrem spannend. Bis Dezember bleibt noch mehr als genug Zeit, mindestens den ersten Band zu lesen. Nach Teil 7 von Harry Potter.

Texte von Textferry.de

Link zum Golden Compass Trailer auf youtube


Julia Ritter in • AlltagBerlinKultur am 18. Juli 2007
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Rezensionsfreudig und der englischen Sprache mächtig?

Das Kunstneigungsgruppe monochrom sucht für die nächste Ausgabe ihres neuen Jahrbuchs monochrom #26-34 noch Beiträge aller Art. Wirklich aller Art. Insbesondere wollen sich die Herausgeber auf Rezensionen konzentrieren, und auch hier gilt: alle Arten von Rezensionen. Und alles darf rezensiert werden. Wer also schon immer mal sein informiertes Urteil über irgendwas kundtun wollte, kann dies nunmehr tun und das Ergebnis an monochrom senden. Was die Rezensionsobjekte betrifft, hat die Redaktion ein paar Vorschläge gemacht, um die Weite des Feldes anzudeuten:

Want to review a certain medieval war? Or arctic sea protozoans? Laws of nature? Climate zones? Ways to die? Lava streams? Spam headers? Demonstrations? Sumerian gods? Neon feelings? A crisis? The different types of snow in Stephen King novels? Book shelves in porn movies? Kosher hot dogs? Axiology? Sperm? Johann Sebastian Bach? German officers in American movies who shout “Schweinerei”? Russian oil pumps?  Calvinistic prayers?  Trash cans in Kansas and/or Lithuania? Anal sex? The Northwest as an ontological entity? Perfect! Go on!

Texte von Textferry.de
Sicher auch rezensierbar: Suppenkreationen - Konzeptkunst oder Nahrungsmittel? (Photo: iStockphoto)

Voraussetzung ist allerdings, dass die Rezension (und auch jeder andere Beitrag) auf Englisch verfasst wird. Denn die monochrom-Jahresschrift ist “gebenedeit unter den Illustrierten”. Und wie schon der Opa meiner Chicagoer Studienfreundin sagte: “If English was good enough for Jesus, it’s good enough for you!”

Link zum Call for Everything


Julia Ritter in • KulturMedien am 11. Juli 2007
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Besser als das iPhone: iDea

Bietet Speicherplatz für alle möglichen Ideen, ist kompatibel mit einer Vielzahl von Eingabemedien, lässt den Benutzer Gedanken, Einfälle, Bilder und Daten speichern, austauschen und präsentieren, hat ein 5x5” Display (erweiterbar), wiegt fast nichts und passt in jede Jacken- oder Hosentasche: das iDea von Shmapple. Ohne Vertragsbindung, ohne fest eingelöteten Akku und ohne Medienhype. Dafür mit einer großartigen Webseite.

Texte von Textferry.de

Fundort: Adrants


Julia Ritter in • Konsum am 11. Juli 2007
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