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“Anglizistische Albernheit”? Es geht auch noch schlimmer!

Wenn es der deutschen Sprache schlecht ergeht, wähnen viele Sprachreinemachemänner und-frauen den Feind über dem Ärmelkanal oder vielmehr dem Atlantik. Im Englischen ist der Genitiv-Apostroph, der Susi’s Nagelstudio und Heiko’s Tattoos zu sprachlichen Problemfällen macht, richtig und erforderlich. Im Deutschen weniger. Aber erstens glaube ich nicht, dass Susis und Heikos Apostrophverwirrungen daher rühren, dass sie zuviel englischer Lektüre ausgesetzt waren und zweitens wir sind nicht die Einzigen, die mit Deppenapostrophen zu kämpfen haben. Auch in Amerika treibt der kleine Haken lustige Blüten, zum Beispiel wenn er fehlt:
Texte von Textferry.de
Gesehen im Blog von Seth Godin.

Und noch eine kleine Apostoph-relevante Sprachlektion: Falls der Genitiv sich auf zwei Personen / Subjekte bezieht, wird nur einmal der Apostroph mit angehängtem “s” gesetzt.
Beispiel:
Falsch: I met him at Bob’s and Bill’s party.
Richtig: I met him at Bob and Bill’s party.


Julia Ritter in am 30. April 2007
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Second Life ist uncool

Nachdem Second Life vor allem in “Real Life”-Medien bis zum Absturz gehypt wurde, ist es nun schon wieder überaus uncool. Das macht aber nichts. Auch wenn es nur ein groß angelegtes Puppenstubenspiel ist und diese dämlichen Avatare ganz schön nerven können (ich zumindest würde da lieber gänzlich körperlos rumfliegen und Dinge angucken) und kaum jemand außer Spiegel Online und einem Haufen Journalisten sich für irgendwelche Markenhersteller-Dependancen dort interessiert, gibt es doch immer wieder ganz witzige Dinge zu sehen. Gestern zum Beispiel war ich in einer Art Burg, in deren Haupthalle eine schwule Foto- und Skulpturenausstellung zu bestaunen war - was es außerdem noch damit auf sich hatte, weiß ich nicht, denn dann ist SL abgeschmiert (bei mir jedenfalls). Und heute habe ich in unmittelbarer Nachbarschaft diese schöne Meeresgrund-Fotoinstallation gefunden. Die schwule Burg lag übrigens auch ganz um die Ecke; wenn ich nicht so einen grottigen Orientierungssuínn hätte, könnte ich sie schnell wiederfinden. Auf jeden Fall scheine ich im uncoolen Second Life in einer coolen Gegend zu leben.

Texte von Textferry.de


Julia Ritter in • AlltagKulturMedien am 24. April 2007
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Print lebt!

Ina nennt fünf Gründe für ein Print-Abo zu Zeiten des Internet. Das freut mich umso mehr, als ich gerade gestern wieder eins meiner Lieblingsmagazine abonniert habe. Und als sechster Grund fällt mir noch ein: Print kann man auch bei Stromausfall lesen, jedenfalls solange es hell ist. Und man kann ganz teeniemäßig kreativ Briefumschläge draus basteln. Und Fotos sehen in Print meistens besser aus.


Julia Ritter in • Kultur am 23. April 2007
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newBERLIN, Alexanderplatz

Heute ist das erste Sim (sowas wie eine Parzelle in Second Life) der Second-Life-Version von Berlin online gegangen und ich war dort, denn ich hatte es ja nicht weit (das übrigens ist ein für Berliner sehr wichtiges Argument, jedenfalls ab einem gewissen Alter, da schätzen wir es, wenn wir zur Abendunterhaltung nicht mehrere Stadtteile durchqueren müssen. In Welten mit Teleport-Funktion vielleicht weniger ausschlaggebend). Was soll ich sagen: Es war nicht ganz Berlin, denn das ist ziemlich groß, aber immerhin der Alex samt Fernsehturm und Haus des Lehrers oder des Reisens oder welches es ist, ich kann mir das ums Verrecken nicht merken und Bahnhof und bekrakelten Mülleimern mit echtem Virtualmüll drin. Alles in allem sehr hübsch und nett anzusehen und wenn man dem Interview mit den Machern Glauben schenken darf (mach ich mal ganz unvoreingenommen, solange ich keines Besseren belehrt werde), auch ohne allzu aufdringliche Marketing-Hintergedanken (o Graus - ich warte nur auf das Berliner Schloss im Second Life, aber vielleicht bauen die newBERLIN-Macher ja auch ganz anachronistisch den Palast der Republik wieder auf, obwohl, ich glaube nicht). Außerdem war es lustig, Berlin bei Nacht anzugucken, während draußen erst die wunderbar warme Frühlingssonne unterging. Was das alles soll? Ach, was ist schon der Sinn des Lebens?


Julia Ritter in • BerlinKulturMedien am 16. April 2007
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Da kann der iPod mini wieder lachen

Ein Erfolgserlebnis der besonderen Art hatte ich, als ich neulich die Batterie meines hübschen kleinen (naja, das ist inzwischen wohl relativ) iPod mini gewechselt habe. Gezeigt wurde die Operation auf dieser wahrhaft aufklärerischen Seite. Einen Link zum Batteriekauf gibt es auch - sehr viel günstiger als bei Apple und von ebenso freundlichen wie vertrauensvollen Schweden kann man dort eine no-name-Batterie bestellen, die zumindest mir auch flugs und auf Rechnung geschickt wurde.

Man muss beim Öffnen des Gehäuses etwas beherzter rangehen, als es die Seite suggeriert. Und man sollte etwas Kleber zur Hand haben, um diese weißen kleinen Fitzelabdeckungen oben und unten wieder richtig zu befestigen. Aber ansonsten ist alles wie beschrieben und sehr einfach.
Tatsächlich schaffe ich jetzt wieder große Abschnitte der von mir so geliebten unabridged audiobooks, ohne den iPod zwischendurch ständig aufladen zu müssen.


Julia Ritter in • Kultur am 10. April 2007
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Geschichte des Bloggens

Weil es so schön ist, jetzt auch hier: Die Geschichte des privaten Bloggens, gefunden bei Mashable:

Texte von Textferry.de


Julia Ritter in • AlltagMedien am 08. April 2007
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Internet? Chiuso!

Ich habe keine Ahnung, ob es daran liegt, dass die Italiener insgesamt kein besonders Internet-affines Völkchen sind, oder ob ich einfach in einer eher von älteren Mitbürgern frequentierten Gegend gelandet bin, denen der Sinn eher nach Golfen denn nach Surfen steht, aber es gibt hier im Umkreis von 20 Kilometern nur einen einzigen “Internet Point”, und bei dem war das Internet gestern “geschlossen”. Wer weiß, vielleicht war das ja ein weltweites Phänomen - gab es gestern wirklich kein Internet? Geschlossen wegen Wartungsarbeiten? Morgen fangen die Osterfestivitäten an, dann wird sowieso alles geschlossen sein, bis auf die Kirchen. Und das Meer, hehe.


Julia Ritter in • Kultur am 05. April 2007
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Blogging 101

Okay, es stimmt nicht ganz, dass einem niemand die Dinge erzählt, die Ted Demopoulos in achtung - laaaanger Titel: What No One Ever Tells You About…Blogging and Podcasting: Real-Life Advice from 101 People Who Successfully Leverage the Power of the Blogosphere: Real-life ... (What No One Ever Tells You About…) zusammengetragen hat. Vieles davon liest man auch anderswo, aber eben nicht so geballt und konzentriert (geballt und konzentriert? Ein Fall von Synonymitis? Egal!) Mit mindestens 101 nützlichen Links - nicht alle davon aktuell, hier ist Googeln gefragt - beleuchtet Demopoulos eigentlich so ziemlich alle Fragen, die mit Bloggen zusammenhängen. Podcasting kommt dabei etwas zu kurz, aber wahrscheinlich lässt sich vieles, was übers Bloggen gesagt wird, einfach übertragen.
Texte von Textferry.de


Julia Ritter in am 03. April 2007
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